Extraprima Bordeaux 2018 News


Jede Subskriptionskampagne folgt einer eigenen Dramaturgie. Die Weingüter offerieren nach und nach ihren jüngsten Jahrgang, Handel und Châteaux warten die Reaktionen der Märkte ab, um sich selbst zu positionieren. Lesen Sie hier unsere Kommentare zu den jüngsten Ereignissen:

22. Mai 2019

Lacoste-Borie (extraprima 92-93 | Parker 88-90 | Decanter 90) @ 25,90 € ist wie in den vergangenen Jahren auch einer der besten Zweitweine und ein großartiger Pauillac-Charakter für kleines Geld! ...online hier bestellen

Der Lacoste-Borie ist als preiswerter Pauillac immer ein empfehlenswerter Kauf. Seit 1982 wird dieser Zweitwein auf Grand Puy Lacoste erzeugt. 61% Cabernet Sauvignon, 31% Merlot und 8% Cabernet Franc wurden mit 44 hl je Hektar geerntet, erreichten 13,9% Alkohol und reifen in 50% neuen Fässern. Dunkle Farbe. In der Nase besitzt der Lacoste Borie eine dunkelbeerige Frucht mit viel Saft und Fülle, ganz klar und tief gestaffelt. Druckvoll, frisch und saftig beginnt er im Mund, zeigt einen beherzten Körper mit ausgewogenen, festen Gerbstoffen und sehr guter Länge. Xavier Borie ist überzeugt den bislang besten Lacoste Borie erzeugt zu haben. Glückwunsch!

 

Grand Puy Lacoste (extraprima 95-96 | Parker 92-94 | Suckling 94-95 | WineSpectator 95-98 | WeinWisser 18.5/20) @ 76,20 € ist mal wieder einer der besten und preiswertesten Grand Crus aus Pauillac. Preislich blieb er knapp 10% unter dem 2016er. …online hier bestellen

Bei seinem 40sten Jahrgang, den Xavier Borie vinifizierte, durfte er sich freuen, keinen Mehltauschaden erlitten zu haben und konnte 40 hl je Hektar vom 21.9. bis 5.10. auf GPL einbringen. Der Grand Vin besteht aus 78% Cabernet Sauvignon und 22% Merlot. Er reift in 75% neuen Fässern mit 14% Alkohol und hat eine sehr dunkle Farbe. Intensiv schokoladig und mit feiner Cassisfrucht duftet der GPL tief, kühl und konzentriert, mit delikater, liköriger Note aus dem Glas. Seine feinkörnigen Gerbstoffe sind tiefgründig strukturiert, er besitzt große Frische und Komplexität, sowie eine rassige Säure, die ihn sehr spielerisch und komplett erscheinen läßt. Ganz vielschichtig, ausgewogen, lang und straff am Gaumen, zeigt er große Klasse. Ein hervorragender Jubilläumserfolg.

 

Kirwan (extraprima 94-95 | Parker 91-93 | Suckling 92-93 | WineSpectator 92-95 | WeinWisser 17/20) @ 43,50 € ist immer noch ein Geheimtipp, denn die Bewertungen der internationalen Verkoster spiegelt die tatsächliche Qualität des Kirwan beileibe nicht wider. Wir empfehlen den Kirwan als verführerisch preiswerten Margaux! …online hier bestellen

Dank des neuen Kellers ist 2018 der vierte hervorragende Jahrgang infolge bei Kirwan. Wetten, das bleibt so! Lebendige, massive Farbe. Süß, offensiv und locker, mit dunkelbeerig-kirschiger Frucht und liköriger Süße im Obertonbereich. Seine satte Fülle und wollüstiger Schmelz wirken extrem animierend im Duft. Dicht, stoffig und süß beginnt er im Mund, mit abgeschmelzt extraktreicher Struktur, sehr präsent und weit gefasst am Gaumen, mit generöser Süße und viel, viel Frucht. Eigentlich ist er geradezu explosiv und satt am Gaumen, die reifen Gerbstoffe werden von der Welle an schmelziger Fülle einfach mitgerissen. Ein irrsinniger Spaßwein, der derzeit noch wesentlich weniger kostet als er leistet.

 

Léoville Barton (extraprima 96-97 | Parker 94-96 | Suckling 95-96 | WeinWisser 19/20) @ 85,50 € hat einen ausgezeichneten Wein erzeugt. Einen der überzeugendsten Jahrgänge von Léoville-Barton. Die Zuteilungen sind geringer ausgefallen, der Ausgabepreis lag knapp unter dem des 2016ers und 2009ers und deutlich unter dem 2010er. Wie eigentlich immer ist dies ein lohnenswerter Kauf! …online hier bestellen

Preiswerte Alternative ist das Schwestergut Langoa-Barton (extraprima 93-94 | Parker 92-94 | Suckling 93-94 | WeinWisser 18+/20) @  49,90 €online hier bestellen

Auf Léoville-Barton hatte man den Mehltau im Griff und konnte zwischen 40-50 hl je Hektar ernten. In der Assemblage finden sich 82% Cabernet Sauvignon und 18% Merlot bei 14% Alkohol, gereift wird er in 60% neuen Fässern. Dunkle Farbe. Offensiv, dicht und tiefgründig besitzt der Léoville-Barton viel Schmelz und große Opulenz. Die dunkelbeerige Frucht findet sich gleichermaßen im mächtigen Duft und am kraftvoll inszenierten Gaumen wieder. Druckvoll und körperreich bleibt er immer frisch und süß, mit intensiver Präsenz, feinen Gerbstoffen, filigraner Säure und ausgezeichneter Länge. Der 2018er ist ein fleischiger, massiv konzentrierter Léoville-Barton mit feinkörnig noblen Gerbstoffen und eine lohnenswerte Anschaffung.

 

Talbot (extraprima 94-95 | Parker 91-93 | Suckling 94-95 | WineSpectator 93-96 | WeinWisser 17.5/20) @ 58,30 € ...hier online bestellen

Auf Talbot hatte man den Mehltau im Griff und konnte vom 19. September bis 10. Oktober 45 hl je Hektar ernten. Die Assemblage des Grand Vin umfasst 66% Cabernet Sauvignon, 29% Merlot und 5% Petit Verdot mit 14% Alkohol, der Ausbau erfolgt in 60% neuen Fässern. Fleischig, dunkelbeerig und kernig tritt der Talbot in Erscheinung, mit viel Druck und knackiger Säure, sehr reichhaltig und klar. Die massive Extraktion des fleischigen Talbot zeigt sich locker gewebt und engmaschig, mit sehr straff geführten Gerbstoffen, guter Länge und ausgezeichneter Würze. Er besitzt einen sehr guten Zug und Frische, lebendiges Spiel und viel Spannung. Das lohnt sich.

 

Beauregard (extraprima 92-93 | Parker 93-95 | Suckling 96-97) @ 63,30 € ist seit einigen Jahren das Schwestergut von Smith Haut Lafitte und muss qualitativ noch ein wenig aufholen. Der neue Keller und viele Maßnahmen im Weinberg greifen bereits…

Auf Beauregard hatte man etwas Mehltau, der Ertrag lag bei 34 hl je Hektar. Die Assemblage besteht aus 75% Merlot und 25% Cabernet Franc mit 14% Alkohol und reift in 55% neuen Fässern. Kraftvoll, tief und locker, mit viel Saft und etwas Cabernet-Druck, zeigt er sich stilistisch für einen Pomerol ein wenig auf der hemdsärmelig deftigen Seite. Noch etwas adstringent und verschlossen, mit leicht stumpfer Gerbstoffstruktur, hat er möglicherweise das Potenzial nach der Abfüllung eine höhere Bewertung zu erlangen.

21. Mai 2019

Nenin (extraprima 93-94 | Parker 93-95 | Suckling 93-94 | WeinWisser 17/20) @ 66,00 € klettert immer weiter auf der Qualitätsachse. Das Schwestergut von Léoville Las Cases entwickelt sich zu einem sehr guten Pomerol…

Der Nenin besteht aus 63% Merlot und 37% Cabernet Franc mit 14,6% Alkohol und wird in 45% neuen Fässern ausgebaut. Geerntet wurde vom 13. September bis 10. Oktober. Dunkle Farbe. Duftig und floral in der Nase mit Thymian und dezenter Frucht. Sehr würzig, rassig und stoffig im Mund, weniger rund, mit satter Konzentration, mehr auf Verdichtung und Struktur gearbeitet.

 

Lagrange (extraprima 93-94 | Parker 93-95 | Suckling 93-94 | WeinWisser 18/20) @ 47,50 € ist ein ausgezeichneter Saint-Julien.

Der Lagrange besitzt eine schwarze Farbe. Die noch etwas verschlossene Nase zeigt eine dunkelbeerig, verdichtete Frucht, reichlich Süße und sehr gute Klarheit. Dicht und fleischig ist er im Mund, mit rassiger Säure, viel Extraktschmelz und satter Fülle. Die kompakten Gerbstoffe wirken noch ein wenig rau und etwas grobmaschig, der lange Nachhall zeigt eine dezente Adstringenz. Das muss sich alles noch ein wenig finden.

 

Saint-Pierre (extraprima 94-95 | Parker 94-96 | Suckling 93-94 | WeinWisser 19/20) @ 58,30 € ist ein sehr gut bewerteter Saint-Julien mit viel Kraft und Würze. Der Konkurrent Branaire-Ducru gefiel uns noch einen Punkt besser. Gerne bieten wir den Saint-Pierre zum Kauf an…

Der Saint-Pierre besteht aus 77% Cabernet Sauvignon und 23% Merlot. Er reift in 50% neuen Fässern und besitzt eine massiv dunkle Farbe. Intensiv, süß, opulent und üppig riecht er mit dunkelbeeriger Frucht. Kompakt und sehr durchdringend, zeigt der Saint-Pierre viel Grip auf der Zunge, mit massiven, leicht trockenen Gerbstoffen. Seine hohe Konzentration wird von Kaffee, Teer, Graphit und Schokolade flankiert, extraktreich, offensiv und lang anhaltend. Ein sehr guter, intensiv druckvoller Saint-Pierre am Limit der Extraktionsfähigkeit.

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Die Weine von Gérard Perse kamen bis auf den großen Pavie heraus:

 

Monbousquet (extraprima 91-92 | Parker 93-95 | Suckling 94-95) @ 53,00 € war unserer Meinung nach eher etwas überextrahiert, hart und bitter. Bei Parker wurde er durchaus hoch bewertet und wie folgt beschrieben:

The 2018 Monbousquet is composed of 60% Merlot, 30% Cabernet Franc and 10% Cabernet Sauvignon, harvested September 27 to October 9 with yields of 39 hectoliters per hectare. The wine has a pH of 3.78 and 14.38% alcohol. Deep purple-black in color, it sashays out of the glass with beautiful, flamboyant red roses, chocolate box and molten licorice scents over a core of crème de cassis, plum preserves and Morello cherries plus fragrant wafts of underbrush, lavender and cloves. Full-bodied, rich and wonderfully elegant, the palate delivers layers of black fruits and spices, wrapped in a cashmere shawl of tannins, finishing very long and incredibly perfumed.

 

Monbousquet blanc (extraprima 94-95 | Parker 91-93) @ 52,50 € mögen wir wesentlich lieber als den roten Monbousquet.

Der weiße Monbousquet ist immer einer meiner Lieblingsweine bei der Verkostung auf Pavie. 60% Sauvignon Blanc, 30% Sauvignon Gris und je 5% Sémillon und Muscadelle kamen mit 13,75% Alkohol in die Assemblage, gelesen wurden sie mit 45 hl je Hektar von einem Hektar Rebfläche. Ganz massiv und offen, exotisch, üppig, frisch und explosiv im Duft, mit feiner Kräuterwürze. Tiefgründig, satt und weit gefasst im Mund, ganz spannende, frische Säure, rassig, grasig, salzig und mineralisch lang am Gaumen. Ein grandioser Weißwein mit großer Intensität.

 

Aromes de Pavie (extraprima 93-94 | Parker 92-94) @ 99,00 € ist der gelungene Zweitwein von Pavie. Freilich gibt es deutlich besser bewertete Weine zu geringeren Preisen.

Der Arômes de Pavie ist der Zweitwein von Pavie und kommt von einer nicht als Premier Grand Cru klassifizierten 29 Hektar umfassenden Lage. Der 2018er besteht aus 65% Merlot, 18% Cabernet Franc und 17% Cabernet Sauvignon. Geerntet wurde er mit 42 hl je Hektar und erreichte 14,4% Alkohol. Massiv, dunkelbeerig, fleischig und intensiv zeigt sich der 2018er Arômes de Pavie mit vielschichtiger Frucht, weit gefasster, klarer Struktur und schöner Würze.

 

Pavie Decesse (extraprima 93-94 | Parker 96-98 | Suckling 97-98) @ 123,00 € zählt unserer Meinung nach auch eher zu den überextrahierten Weinen. Bei Parker wird er deutlich besser bewertet, hier die Beschreibung:

„Grapes for this wine come from the plateau and were harvested October 3 with yields of 32 hectoliters per hectare. Composed of 90% Merlot and 10% Cabernet Franc with a pH of 3.57 and 14.52% alcohol, the 2018 Pavie Decesse is deep purple-black in color and strides confidently out of the glass with a very serious nose of crushed blackberries, warm black plums, mulberries and cassis plus touches of camphor, lavender, black olives and crushed rocks with a waft of woodsmoke. Full-bodied and laden with taut, muscular black fruit and loads of mineral accents, it has a firm structure of super ripe, finely grained tannins and amazing freshness, finishing very long and very layered.“

 

Bellevue-Mondotte (extraprima 94-95 | Parker 95-97 | Suckling 96-97 | WeinWisser 17+/20) @ 145,50 € ist wie immer ein Wein von unglaublicher Intensität und Wucht. Bei Parker wurde er mit 95-97 bewertet, hier die Beschreibung:

„Grapes for this wine come from the plateau and were harvested October 3, with yields of 30 hectoliters per hectare. Composed of 90% Merlot, 5% Cabernet Franc and 5% Cabernet Sauvignon with a 3.5 pH and 14.56% alcohol, the deep purple-black colored 2018 Bellevue Mondotte opens with alluring scents of Christmas cake, blueberry pie, chocolate-covered cherries and hoisin with nuances of Chinese five spice, iron ore, rose hip tea and cracked black pepper. Full-bodied, rich, opulent and totally decadent in the mouth, the palate has a plush texture and maintains that incredible freshness that defines these beautiful wines on the terrace—finishing with tons of spicy fireworks.“

20. Mai 2019

Der rote Latour-Martillac (extraprima 93-94 | Parker 93-94 | Suckling 93-94) @ 34,80 € ist ein ausgezeichneter Péssac-Léognan mit Rasse und Stil zu einem sehr sehr vernünftigen Preis! …online hier bestellen

Auf Latour-Martillac konnten in den vergangenen Jahren die Qualitäten von Rot und Weiß gesteigert werden. Der 2018er wurde mit 37 hl je Hektar geerntet und besteht aus 60% Cabernet Sauvignon, 32% Merlot und 8% Petit Verdot mit satten 14,7% Alkohol. Dunkle Farbe. Der Latour-Martillac besitzt eine jugendlich stumpfe Nase mit liköriger Kopfnote, kreidigen Nuancen im Kernaroma und rassiger Frucht. Straff und klar im Mund, erzeugt der Latour-Martillac viel Druck und Fülle mit dunkelbeerig-likörig-kirschiger Frucht, vollmundig und fleischig. Dabei ist er nicht besonders komplex, doch tiefgründig und rassig. Die kernigen Gerbstoffe des Latour-Martillac haben Druck und Stil, insgesamt besitzt er eine gute Balance und ist nicht ganz so lang im Nachhall.

 

Der weiße Latour-Martillac (extraprima 93-94 | Parker 91-93 | Suckling 93-94) @ 31,50 € ist mittlerweile ein zuverlässiger Wert bei den weißen Bordeaux! Schöne Fülle, Saft und Würze. …online hier bestellen

Der herzerfrischende Latour-Martillac wurde aus 90% Sauvignon Blanc und 10% Sémillon erzeugt, die mit 13,7% Alkohol in 25% neuen Fässern vergoren wurden. Satt und stoffig, mit schöner Fülle, jedoch nicht zu breit, besitzt der Latour-Martillac eine cremige Säure mit viel Grip und Rasse, zeigt sich sehr strukturiert, saturiert und lang, und besitzt er schöne Würze mit ansprechender Komplexität.

 

La Gaffelière (extraprima 95-96 | James Suckling 95 - 96 | Wine Spectator 90 - 93 | JM. Quarin 95 | Wine Advocate 94 - 96 | Decanter 96 | Weinwisser 17 | A. Galloni 94 – 97) @ 69,90 € ist der vermutlich beste La Gaffelière, den wir je verkostet haben. Nach unserer Meinung ist in dieser Preislage allerdings der Pavie-Macquin der absolut unschlagbare Tipp aus Saint-Emilion…online hier bestellen

Der La Gaffelière wurde mit 45 hl je Hektar geerntet, besteht aus 58% Merlot und 42% Cabernet Franc, die mit 14,4% Alkohol in 66% neuen Fässern ausgebaut werden. Dunkle Farbe. Fleischig und satt in der Nase, mit viel Saft und Rasse, sehr tief und weit gefasst. Ganz locker, tiefgründig und finessenreich im Mund, mit guter Energie, dunkelbeerig und tief, sehr lang und fein gestaffelt. Der La Gaffelière zeigt sich in 2018 ungemein stoffig, mit einer kathedralenhaften Struktur und großer Detailschärfe. Mit viel Kraft und Extraktsüße, sowie sehr gutem, frischem Rückaroma steht er deutlich über früheren Jahrgängen.

 

Gracia (extraprima 95-96 | Parker 93-94 | Suckling 93-94 | WeinWisser 18.5/20) @ 81,- € kam mit einem deutlich günstigeren Preis auf den Markt als in den vergangenen Jahren. Die Bewertungen der US-Verkoster sind verhalten, wir fanden den Gracia eigentlich sehr gelungen.

Meine Befürchtungen waren groß, dass der mächtige Gracia mit dem Jahrgang 2018 aromatisch Probleme bekommen könnte. Völlig unbegründet, stellte sich heraus. 80% Merlot, 15% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon finden sich in der Assemblage. Dunkle Farbe. Satte, schwarzfruchtige Aromen mit Teer, Graphit und liköriger Süße im Geruch, ausgezeichnete Tiefe, wenig Frucht im Kernaroma. Dicht und konzentriert zeigt sich der Gracia im Mund, mit viel Rasse und Kraft, sehr extraktreich und massiv wie üblich, druckvoll, mit Tiefe und Spannung dabei, sowie einem frischen, konzentrierten Nachhall. Wie immer supermassiv und kompakt gebaut, mit sehr viel Stoff und Kern, besitzt der Gracia eine leicht harte Ausstrahlung mit kühler, dunkelbeeriger  Aromatik. Das braucht Zeit.

 

Chasse-Spleen (extraprima 90-91 | Decanter 92) @ 32,80 € eröffnet zum bislang höchsten Subskriptionspreis ever, sogar 11% über dem 2016er. Der Wein präsentiert sich sehr untypisch. Bewertungen wurden nur wenige veröffentlicht. Warum? …keine Ahnung. Da braucht es Mut den Chasse-Spleen dieses Jahr zu subskribieren!

Die Farbe des Chasse-Spleen ist ungewöhnlich dunkel. Er besitzt eine satte, dichte Frucht in der Nase mit leicht indifferenten Noten. Im Mund zeigt er eher wenig Säure und viel Gerbstoffe, besitzt eine hohle Mitte, bleibt etwas stumpf und leer zurück. Das alles hört sich nicht nach einem typischen Chasse-Spleen an. Könnte sich nach der Füllung sicher besser präsentieren.

16. Mai 2019

Francois Mitjavile gibt seine Weine ungeachtet der VINEXPO-Messe in Bordeaux auf den Markt.

 

Aurage (extraprima 92-93 | WeinWisser 18/20) @ 30,90 € ist der Castillon von Sohn Louis Mitjavile. Er ist immer der wuchtigste aller Castillons, wird genau nach dem Prinzip seines Vater erzeugt und in 100% neuen Fässern ausgebaut. …online hier bestellen

Der Aurage ist wie immer der massivste und krasseste Wein unter den Castillons. Er besteht aus 95% Merlot und 5% Cabernet Franc. Wie alle Weine der Familie Mitjavile reift er in 100% neuen Fässern (Tertre-Rôteboeuf in Saint-Emilion) und erreichte 15,5% Alkohol. Supersaftig und extrem üppig, massiv, dicht und intensiv, mit viel Saft im riesigen Körper, ewig weit und voll, ganz nach hinten durchsaftend mit gutem Fluss und reichhaltiger Gerbstofffülle, unglaublich würzig und überwältigend.

 

Domaine de Cambes (extraprima 91-92 | WeinWisser 18/20) @ 41,80 € ist quasi der Zweitwein von Roc de Cambes aus den Reben auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Gironde hin. Der 2016 verkostet sich derzeit absolut hinreißend! Vermutlich haben wir den Domaine de Cambes mit 91-92 etwas zu knauserig beurteilt……online hier bestellen

Die Mitjaviles reifen all ihre Weine jedes Jahr in 100% neuen Fässern, so auch den 2018er Domaine de Cambes, der aus etwa 80% Merlot und 20% Cabernet Franc besteht. Er wächst unterhalb der terrassierten Lagen des Roc de Cambes vom selben Weingut am Ufer der Gironde auf der anderen Straßenseite und ist lediglich als Bordeaux klassifiziert. Dicht, satt und stoffig, mit der typischen, fleischigen Fülle und Wuchtigkeit der Mitjavile-Weine, zeigt sich der 2018er besonders cremig und schmelzig im Mund. Lang strukturiert, noch mit der jugendlichen Schärfe und Kantigkeit ausgestattet, die ihm nach der Abfüllung zur eigenen Charakterbildung gereicht.

 

Roc de Cambes (extraprima 94-95 | WeinWisser 17/20) @ 58,30 € ist einer unserer persönlichen Lieblinge. Dieser mächtige, authentische, überwältigend berauschende Wein begeistert ganz einfach. In diesem Jahr ist der Domaine de Cambes im WeinWisser mit 18/20 bewertet und der Roc de Cambes nur mit 17/20, mit dem Hinweis, das ser vermutlich nach der Abfüllung höher bewertet warden wird. …online hier bestellen

Der Roc de Cambes besteht aus 80% Merlot und 20% Cabernet Sauvignon, er reift immer in 100% neuen Fässern und erreichte in 2018 um die 15,6% Alkohol. Doch das kümmert die Familie Mitjavile wenig, ihr geht es um die vollkommene Reife der Trauben, dass die dann eben viel Zucker produzieren, liegt in der Natur der Sache. Sei’s drum. Ganz frisch und tief, mit dunkelbeerig schwelgerischem Fruchtansatz und enorm reifen, reichhaltigen Gerbstoffen, ausdrucksstark, enorm voll und hochverdichtet. Viel Saft, gigantisch aromatisch und überwältigend strukturiert, zeigt er sich extrem feinkörnig und massiv, mit grandiosem, eigenständigem Charakter. Einer der wuchtigsten Roc de Cambes, erinnert an den gigantischen 2010er. Tierischer Spaßwein, neudeutsch: Geil!

 

Tertre Roteboeuf (extraprima 98-99 | WeinWisser 19.5/20) @ 176,00 € ist immer einer der besten und raren Weine aus Saint-Emilion, da die Produktionsmenge sehr klein ist. In diesem Jahr gibt es keine Bewertungen von Parker und Suckling. Nicht online bestellbar!

Der Tertre-Rôteboeuf 2018 ist eine Tour de Force. Beachtliche 16,2% Alkohol brachten die vollreif gelesenen, kleinen Beeren in den Most. Francois Mitjavile kümmerts genauso wenig wie die Tatsache, dass sein Wein erst vor 15 Tagen die alkoholische Gärung beendet hatte. Jeder andere Winzer wäre da der Verzweiflung nah gewesen. Von 6 Hektar kamen 80% Merlot und 20% Cabernet Franc in die Assemblage mit 100% neuen Fässern. Massiv, dicht und intensiv duftet der Tertre-Rôteboeuf in seiner unnachahmlichen Art, irgendwie wild und ungezähmt und doch schwelgerisch und sanft. Ganz frisch, tiefgründig und mit enormer Würze ist sein Duftspiel sehr beeindruckend, voll und überwältigend. Ganz dicht und weit im Mund, am Limit der Extreme und doch frisch und balanciert. Superreichhaltig, nicht schwer, ewig lang und hochintensiv, unglaublich weit gefasst am Gaumen, mit finessenreicher, lebendiger Säure, reichhaltigen, runden Gerbstoffen und unglaublicher Finesse und Eleganz. Ein groß strukturierter Tertre-Rôteboeuf, der einige Extreme in sich vereint, eine grandiose Persönlichkeit und Charakterstärke besitzt und einfach nur schwelgerisch verwöhnt.

10. Mai 2019

PALMER (extraprima 97-98 | Parker 97-99 | Suckling 94-95 | Wine Spectator 97 | Decanter 99 | WeinWisser 19.5/20) @ 333,00 € ist als 2018er bereits jetzt eine Rarität. Lediglich 6.000 Kisten werden produziert und die gesamte Ernte wird in Subskription verkauft. Das bedeutet, der Palmer 2018 wird später im Markt kaum noch zu finden sein. Liebhaber von reichhaltigen Palmer-Jahrgängen sollten daher jetzt kaufen...hier online bestellen
Obschon das Team im Weinberg auf Palmer extrem schlagfertig ist, kam in 2018 doch alles zu spät. Die biodynamische Bewirtschaftung erfordert bei der Infektion von Mehltau eine umgehende Behandlung. Innerhalb von nur 6 Stunden können auf Palmer alle Weinberge umfassend mit entsprechenden Präparaten gespritzt werden. Das wurde auch gemacht. Und doch gab es am Ende nur einen Ertrag von 11 hl je Hektar, ähnlich wie bei Pontet-Canet. Daher sagte Chris Myers unverhohlen. Man werde sich das noch weiter anschauen, sollten jedoch häufiger derartige Ertragseinbußen anstehen, würde man das Biodyn-Projekt auch wieder begraben. Das scheint verständlich, angesichts der heftigsten Mehltauattacke der vergangenen 40 Jahre. In diesem Jahr wird es nur 6.000 statt sonst 24.000 Kisten Palmer geben! Geerntet wurde vom 13. September bis 15. Oktober mit minutiöser Auslese der Trauben. Immerhin ist der Wein sehr gelungen: 40% Merlot, 53% Cabernet Sauvignon und 7% Petit Verdot gelangten in die Assemblage mit 14,3% Alkohol. Die Trauben waren zudem sehr klein, daher entschloss man sich weniger stark zu extrahieren und die Gärtemperatur auf 28°C zu beschränken. Nach vielfachen Verkostungen der einzelnen Lots, hat man sich entschlossen alles in die Produktion des Grand Vin zu geben, Alter Ego wurde nicht produziert, nur 10% der Produktion wurden komplett deklassiert, weil die Weine zu streng waren. Der 2018er Palmer besitzt einen schwarzen Farbkern mit leicht aufhellendem Rand. Sehr massiv, likörig, hochverdichtet und saturiert verbreitet der Palmer ein schwelgerisches Duftspiel mit grandioser Intensität, fett, rotbeerig und mächtig. Enorm konzentriert und likörig tritt der Palmer 2018 auch im Mund auf, sehr füllig und opulent, mit verschwenderischer, extraktreicher Frucht. Dahinter scheinen die Gerbstoffe ein wenig rauer zu sein und die Säure ein klein wenig hart, was jedoch vom schmelzigen Körper abgepuffert wird. Das innere Kernaroma erscheint in seiner brachialen Präsenz dennoch kühl und nicht warm, die Struktur monolithisch, mit noch limitiertem Fluss. Insgesamt geht der Palmer in diesem Jahr etwas mehr in die Breite und Fülle statt in Länge und feminine Eleganz. Das ist bei diesem niedrigen Ertrag und der geringen Saftausbeute vermutlich auch kaum anders möglich. Für Liebhaber von wuchtigen Palmer-Jahrgängen ist 2018 einfach ideal.

 

LARCIS-DUCASSE (extraprima 94-95 | Parker 96-98 | Suckling 97-98 | WeinWisser 18/20) @ 67,50 € ist ein ausgezeichneter Saint-Emilion. Wir sahen den Pavie-Macquin noch ein wenig besser als Larcis-Ducasse. Bei Parker und Suckling liegt aber der Larcis-Ducasse einen Punkt höher als der Pavie-Macquin! Günstig sind beide allemal...hier online bestellen
Unter den drei großen Saint-Emilions, die der Leitung von Nicolas Thienpont unterstehen, liegt in diesem Jahr der Larcis-Ducasse knapp hinter Pavie-Macquin und Beauséjour Duffau Lagarosse zurück. Ebenso wie auf Beuséjour hatte man viel mit Mehltau zu kämpfen, der Ertrag lag bei 33 hl je Hektar. Geerntet wurde vom 21. September bis 4. Oktober, 72% der Lese kam in den Grand Vin mit 89% Merlot und 11% Cabernet Franc. Dunkle Farbe. Duftige, dunkle Fruchtnote im Geruch, satt und offensiv, ganz klar, etwas seifig und scharf bei einer Probe, mit viel Süße im Fond. Dicht und satt im Mund, etwas glatt und mit viel Stoff und Saft, zeigen die straff geführten Gerbstoffe eine schöne Würze, sowie druckvolle, kernige Struktur. Dabei bleibt der Larcis-Ducasse etwas stumpf und trocken auf der Zunge, mit monolithischer, an 2010 erinnernder Art, mit limitertem Fluss und Schmelz. Der Larcis-Ducasse zeigt viel likörige Intensität und kalkige Präsenz, wirkt jedoch schwer und massiv. Am besten mal abwarten.

9. Mai 2019

PAPE-CLÉMENT (extraprima 95-96 | Parker 96-98 | Suckling 97-98 | WeinWisser 18.5/20) @ 92,20 € | Berühmtes Château mit einer Parkerbewertung von 96-98 Punkten für unter 100,- €. Das ist eigentlich eine lohnenswerte Anschaffung. Pape-Clément 2005, 2006, 2007 und vor allem 2009 und 2010 waren bis zu 50% teurer in Subskription! Der 2018er liegt nun auf dem Niveau von 2016 im sehr vernünftigen Preis-Bereich… hier online bestellen
Auf Pape-Clément wurde vom 20. September bis 12. Oktober gelesen. Der Grand Vin besteht aus 66% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot und 4% Cabernet Franc. Er reift zu zwei Dritteln in neuen Barriques, insgesamt 10% reifen in großen Fudern. Schwarze Farbe. Frisch und hochkonzentriert duftet der Pape-Clément mit ausgezeichneter Tiefe und grandioser Süße. Ganz tief und satt zeigt sich der Pape-Clement auch im Mund, mit sehr feinkörnigen, dicht gestaffelten Gerbstoffen und ausgezeichneter Frische. Vielschichtig, mit rassiger Struktur und feiner lebendiger Säure präsentiert er sich sehr straff organisiert, kühl und weit gefasst, ganz klar und transparent, mit großer Extraktion ohne schokoladig zu sein. Der 2018er ist ein körperreicher, kraftvoller Pape-Clément, der lang und kompakt am Gaumen bleibt und große Faszination ausübt.

 

D‘ARMAILHAC (extraprima 94-95 | Parker 91-93 | Suckling 93-94| WeinWisser 17/20) @ 48,50 € ist der teuerste d‘Armailhac aller Zeiten und auch einer der Besten. Interessante Alternativen sind der großartige Batailley und der Grand Puy Lacoste (kommt noch).
Der d’Armailhac 2018 ist ein riesiger Erfolg für Philippe Dallhuin. Geerntet wurde vom 12. September bis 3. Oktober. 55% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 10% Cabernet Franc und 5% Petit Verdot kamen mit satten 14,5% Alkohol in den Blend aus 34 hl je Hektar. Dunkel und dicht, mit enormer Frische und fleischiger Fülle besitzt er eine berstend dunkelbeerig kernige Frucht mit viel Rasse und engmaschig reifen Gerbstoffen, lang und kompakt. Wow, selten auf diesem Niveau gesehen!

7. Mai 2019

MEYNEY (extraprima 94-95 | Parker 89-91+ | Suckling 95-96 | WeinWisser 18/20) @ 28,20 € ist gemeinsam mit CAPBERN das beste Cru Bourgeois. Das aktuelle Jahrgangsquartett von Meyney ist überragend: 2015, 2016, 2017 und 2018 – alles auf absolutem Top-Niveau. Preislich kostet er gleich wie damals der 2016er in Subskription…. hier online bestellen
Die Capbern-Meyney-Festspiele in Saint-Estèphe gehen weiter. Spielerisch dominieren diese beiden Güter die Spitze der Cru Bourgeois, im Jahrgangs-Quartett 2015-2018 machen sie das schlicht durchgängig! Der Meyney besitzt wieder eine dunkle, massive Farbe, an der der Petit Verdot nicht ganz unschuldig ist. Satt und süß im Duft, mit wunderbar frischer Frucht und hoher Konzentration, die sich in likörigen Kopfnoten wiederspiegelt, massiv und stark verdichtet. Straff und kernig im Mund, mit viel Druck, ist der fleischig zupackende Meyney mit dunkelbeeriger Fülle angereichert. Holunder, Graphit und Teer finden sich im konzentrierten Nachhall, tiefgründig, vielschichtig und lang. Einfach ein grandios preiswerter, charaktervoller und langlebiger Saint-Estèphe, der die meisten niederklassigen Grand Crus des Médoc locker aussticht.

CALON-SÉGUR (extraprima 97-98 | Parker 96-98 | Suckling 97-98 | WeinWisser 19/20) @ 105,00 € senkte seine Zuteilungen und steigerte deutlich den Preis. Das ist nach so vielen grandiosen Jahrgängen auch absolut in Ordnung. Schließlich liegt der Calon-Ségur qualitativ auf dem Niveau von Montrose und Cos d’Estournel und preislich dennoch deutlich darunter. Entsprechend gesucht ist auch der 2018er, den wir leider nur im Rahmen einer Gesamtbestellung zuteilen können. Nicht online bestellbar!

Von den 55 Hektar von Calon-Ségur sind derzeit nur 50 bepflanzt und 45 in Produktion. Das geht auf das umfassende Restrukturierungsprogramm zurück, das noch Madame Gasqueton 2006 angestoßen hatte. Denn die ursprünglichen Kernlagen waren alle mit niedriger Stockdichte angelegt, zudem waren viele abgestorbene Reben entnommen. So kommt das durchschnittliche Alter der Reben heute auf 22 Jahre. In den vergangenen Jahren konnte Vincent Millet die Qualität dramatisch steigern. Der neue Keller bietet Raum für mehr Präzision, was man in 2018 deutlich erkennen kann. Mehltau gab es nicht sehr viel, durch den Lehm im Unterboden konnten die Reben auch die trockene Phase gut überstehen. Nur 40% gelangten in den Grand Vin, der aus 65% Cabernet Sauvignon, 17% Merlot, 15% Cabernet Franc und 3% Petit Verdot besteht. Gereift wird der Calon-Ségur in 100% neuen Fässern und erreichte stattliche 14,9% Alkohol, die man jedoch keineswegs im Wein schmeckt oder spürt. Leuchtende, massive Farbe. Ganz süß und offensiv im Geruch, hocharomatisch und intensiv. Große Würze, viel Saft und eine rassige, weit gefasste Struktur präsentiert der Calon-Ségur im Mund. Opulent und reichhaltig, mit satter Merlot-Fülle und rotbeerig-kirschiger Frucht, fett und dominant, trotz hohem Cabernet-Anteils. Stoffig, extrem tief und mit ausgezeichnetem Schmelz, besitzt dieser Jahrgang einen ganz eigenen Charakter für Calon-Ségur, der aufgrund seiner runden Art nur bedingt an Saint-Estèphe erinnert.

 

MALESCOT-SAINT-EXUPÉRY (extraprima 96-97 | Parker 94-96+ | Suckling 97-98 | WeinWisser 18/20) @ 56,70 € ist einer der besten Werte in Margaux. Preislich liegt er auf dem Niveau des 2016ers, uns gefiel der 2018er jedoch wesentlich besser….hier online bestellen
Der Malescot besteht aus 60% Cabernet Sauvignon, 32% Merlot und 8% Cabernet Franc, ausgebaut in 70% neuen Barriques. Geerntet wurde vom 24. September bis 17. Oktober mit einem Ertrag von 52 hl je Hektar. Der Malescot besitzt eine dunkle Farbe, fleischig, intensive Nase und beginnt kompakt und kraftvoll mit feiner Säure im Mund. Dicht, satt, außerordentlich tief und würzig, zeigt der Malescot auch in 2018 seine besondere Klasse. Er versprüht aus der Hüfte reichlich Saft und Süße, ist auf bemerkenswerte Weise ganz locker und elegant, finessenreich und druckvoll zugleich, mit enormer Länge und großer Konzentration. Im Finale finden Saftigkeit, schokoladige Fülle und reichhaltige Gerbstoffe zu einem fulminanten Schlussakkord. Bei all seiner verschwenderischen Üppigkeit ist er dennoch straff organisiert und anmutig. Die massiven Gerbstoffe dienen der Konzentration als schmückendes Element, delikat und Margaux-typisch mit Fleisch und Fülle.

 

PAVIE-MACQUIN (extraprima 96-98 | Parker 95-97 | Suckling 97-98 | WeinWisser 19/20) @ 72,50 € ist einer der großartigsten Weine des Jahrgangs. Viele berühmte Saint-Emilions sind niedriger bewertet und kosten ein Vielfaches. In diesem Jahr enteilt der Pavie-Macquin qualitativ seinen beiden Schwestergütern Larcis-Ducasse und Beauséjour Duffau Lagarosse. Wenn Sie kraftvolle Saint-Emilions mögen, dürfen Sie diesen Wein auf keinen Fall verpassen….hier online bestellen
Unter den drei großen Saint-Emilions, die der Leitung von Nicolas Thienpont unterstehen, liegt in diesem Jahr der Pavie-Macquin vorn vor Beauséjour Duffau Lagarosse und Larcis-Ducasse. Auf Pavie-Macquin wurde vom 20. September bis 12. Oktober mit 47 hl je Hektar gelesen. Der Pavie-Macquin 2018 besteht aus 78% Merlot, 20% Cabernet-Franc und 2% Cabernet Sauvignon, 90% der Produktion kam in den Grand Vin. Massive, viskose Farbe. Duftig und offensiv im Geruch, ganz süßes Kernaroma mit liköriger Kopfnote, hochverdichtet und mit viel Saft erinnert er an den 2010er. Dichte, satte Struktur im Mund, mit viel Saft und Energie, hochfrisch und feinkörnig, endlos tief und ganz nobel, mit unglaublicher Spannung und detaillierter Tiefenstaffelung. Der Pavie-Macquin 2018 besitzt eine unglaublich brillante Frucht, große Präsenz, sowie grandiose Rasse und Länge.

VALANDRAUD (extraprima 95-96 | Parker 95-97 | Suckling 97-98 | WeinWisser 19.5/20) @ 178,- € ist ein luxuriöser Saint-Emilion, der mehr und mehr an Profil gewinnt. Die Konkurrenz mit den deutlich günstigeren Trotte Vieille, Pavie-Macquin, Larcis-Ducasse, Bélair-Monange, Canon und Croix de Labrie ist hart.
Valandraud ist schon lange ein hoch geachteter und oft gesuchter Saint-Emilion. Doch tatsächlich schärft sich erst in den vergangenen Jahren sein Profil hin zu echtem Charakter, Tiefe und Persönlichkeit. Zuvor waren die Konzentration und Fülle sein vorrangiges Merkmal. Die Assemblage besteht aus 90% Merlot, 4% Cabernet Franc und je 3% Cabernet Sauvignon und Malbec, ausgebaut wird der Valandraud in 100% neuen Fässern. Schwarze Farbe. Dunkle, satte, offensive Aromatik in der Nase mit kirschigen Akzenten, Schokolade, liköriger Süße und sehr guter Tiefe. Viel Saft und Fülle im Mund, mit rassiger Säure, lang und intensiv, viel Kraft und mit distinguierten Gerbstoffen, zeigt der Valandraud eine ausgezeichnete Präsenz am Gaumen mit guter Fülle und Wucht.

BEYCHEVELLE (extraprima 94-95 | Parker 94-96 | Suckling 93-94 | WeinWisser 18/20) @ 82,50 € zählt zu den sehr gelungenen Weinen aus Saint-Julien. Saint-Julien ist ja eine der erfolgreichsten Appellationen des Jahrgangs. Allerdings war der BRANAIRE-DUCRU (extraprima 95-96 | Parker 92-94 | Suckling 94-95) @ 53,40 € noch etwas besser…hier online bestellen
Der Beychevelle besitzt eine dunkle, massive Farbe und eine offensiv, üppig fruchtige, konzentrierte Nase. Weich, rund und schmelzig beginnt er im Mund, zeigt sich füllig likörig und reif, etwas weniger frisch und mit niedriger Säure und leicht rauen Gerbstoffen. Süß-sauer, schokoladig und offensiv, könnte dieser Beychevelle schon recht bald nach der Abfüllung zugänglich sein. Fleischig und kompakt gebaut, wäre es möglich, dass er schnell reift.

3. Mai 2019

Einer der auffälligsten Weine aus Saint-Estèphe war in diesem Jahr der LES ORMES DE PEZ (extraprima 93-94 | Parker 90-92 | Suckling 93-94 | WeinWisser 17.5/20) @ 29,40 €. Dieser Wein hatte eine ganz besondere Ausstrahlung und hatte sich tief in unserer Erinnerung eingebrannt, obwohl wir Meyney und Capbern etwas höher bewertet haben. Die dunkelbeerige verführerische Frucht des Les Ormes war einfach großartig…hier online bestellen
Der 2018er Ormes de Pez ist ein begeisternder Wein. Er besteht aus 50% Merlot, 41% Cabernet Sauvignon, 7% Cabernet Franc sowie 2% Petit Verdot und reift in 45% neuen Fässern mit 14,6% Alkohol. Der gemessene Gerbstoffgehalt ist mit einem IPT von 84 extrem hoch. Massive, dunkle Farbe, viskos. Er riecht nach dunklen, verdichteten, frischen Früchten, Tinte, Teer und Lakritze, ganz kühl und intensiv, mit liköriger Süße. Kraftvoll und mit enormem Druck im Auftakt, schmeckt er stoffig nach dunklen Beeren, satter Cassisfrucht und mit likörigem Nachhall. Ganz rassig und druckvoll auf der Zunge, besitzt er eine grandiose Tiefe, dehnt sich lang aus und ist ewig süßlich nachsaftend im Abgang. Ganz massiv und aus einem Guss gearbeitet, besitzt dieser Ormes de Pez eine herausragende Präsenz und Schliff.

2. Mai 2019

Der GAZIN (extraprima 93-94 | Parker 91-93 | Suckling 94-95 | WeinWisser 18/20) @ 86,50 € ist ein sehr guter Pomerol, gehört in diesem Jahr jedoch nicht ganz zur Spitze.
Auf Gazin wurden 34 hl je Hektar geerntet. Durch die Trockenheit waren die Beeren sehr klein, der Grand Vin besteht aus 93% Merlot und 7% Cabernet Franc mit 14,5% Alkohol. Dicht und stoffig, mit viel Kraft und Würze zeigt der Gazin wie so häufig ähnliche Charakterzüge wie Figéac. Leicht rau und stumpf, wirkt er derzeit ein wenig unnahbar, jedoch mit feinkörnigen, festen Gerbstoffen und viel Saft im Abgang.

30. April 2019

BATAILLEY (extraprima 93-94 | Parker 92-94 | Suckling 94-95 | WeinWisser 18/20) @ 46,90 € ist der best buy unter den mittleren Pauillac-Grand-Crus. Nachdem Armailhac und Clerc-Milon im Preis später deutlich höher als sonst notierten, waren wir froh, genug Batailley geordert zu haben. Das ist ein aufrichtiger, männlicher Pauillac mit unglaublichem Trinkspaß. Eigentlich sind das jetzt schon 94-95 Punkte! ...hier online bestellen
Auf Batailley konnte man erfreuliche 52 hl je Hektar ernten. 74% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot und 3% Petit Verdot kamen in die Assemblage. Er besitzt eine dunkle, dichte Farbe. Satt, stoffig und mit dunkelbeeriger, hochkonzentriert fruchtiger Aromatik erinnert der Batailley an den herausragenden 2009er. Mit viel Saft und Energie, großer Tiefe und Frische überzeugt dieser anmachende Pauillac mit trinkbereitem Schmelz, straffen, fleischigen Gerbstoffen und ausgezeichneter Länge. Mit weiterer Reife traue ich dem kompakt und harmonisch auftretenden Batailley durchaus noch einiges zu.

29. April 2019

Ein großartiger Cru Bourgeois ist CAPBERN (extraprima 94-95 | Parker 91-93 | Suckling 92-93) @ 21,80 € etwa 10% teurer als der gleichgute CAPBERN 2017 @ 19,50 €. Beide Jahrgänge sind hervorragend, der 2018er etwas dunkelbeeriger und der 2017er etwas duftiger…2018 CAPBERN @ 21,80 € hier online bestellen…oder...2017 CAPBERN @ 19,50 € hier online bestellen
2018 CAPBERN: Die Capbern-Meyney-Festspiele in Saint-Estèphe gehen weiter. Spielerisch dominieren diese beiden Güter die Spitze der Cru Bourgeois, im Jahrgangs-Quartett 2015-2018 machen sie das schlicht durchgängig! Der Capbern 2018 besteht aus 62% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot und 1% Petit Verdot bei 14,6% Alkohol. Die Reben sind im Schnitt 17 Jahre alt, von den 38 Hektar stehen 29 in Produktion. Der Ertrag lag bei 41 hl je Hektar. Der Capbern besitzt eine dunkle Farbe. Satt, wuchtig, reichhaltig und voll präsentiert er seine üppige Nase mit grandioser Süße. Saturiert, straff und glasklar beginnt er im Mund und setzt sich ebenso wuchtig in Szene mit rassigen Gerbstoffen und enorm viel Zug. Ein großartiger, unglaublich preiswerter Bordeaux für den es in kaum einem anderen Weinbaugebiet etwas vergleichbar Konkurrenzfähiges gibt!

Mit BRANAIRE-DUCRU (extraprima 95-96 | Parker 92-94 | Suckling 94-95) @ 53,40 € präsentiert sich ein außerordentlich gelungener Saint-Julien in einer Preislage zwischen 2015 und 2016. Dieser Preis ist sehr angemessen und deutlich günstiger als damals 2009 und 2010! Daher empfehlen wir den BRANAIRE-DUCRU widerstandslos…hier online bestellen
Auf Branaire-Ducru wurde vom 19. September bis 10. Oktober geerntet. Satte 14,3% Alkohol erreichte der Grand Vin mit einer Assemblage von 58% Cabernet Sauvignon, 33% Merlot, 5% Petit Verdot und 4% Cabernet Franc. Dunkle, massive Farbe. Fleischig, intensiv, dicht und süß duftet der Branaire-Ducru mit likörig offensiver Frucht. Hohe Intensität, große Frische und viel Saft fördert er im Mund zutage, mit dicht gewobener, satter Struktur, lang und mit lebendiger Säurespannung durch den niedrigen pH-Wert von 3,6. Die vielschichtigen Gerbstoffe sind sehr feinkörnig und ausgewogen arrangiert. Ein wirklich nobler Grand Cru, der immer zu den bezahlbaren, zuverlässigen Werten zählt!

25. April 2019

Mit dem LAROQUE (Parker 95-97 | Suckling 93-94 | WeinWisser 18.5) @ 24,30 € kommt eine der großen Überraschungen aus Saint-Emilion heraus. TIPP hier online bestellen

Wir haben den LAROQUE bedauerlicherweise nicht verkostet, aber 95-97 Parker-Punkte zu diesem Preis sprechen eine deutliche Sprache! Dieser Kauf ist absolut ohne Risiko.
Parker 95-97: „Deep garnet-purple colored, the 2018 Laroque is a little closed to begin, slowly unfurling to reveal fragrant black cherries, wild blueberries and blackberry preserves scents with hints of crushed rocks, underbrush and violets plus a waft of Marmite toast. Full-bodied and jam-packed with bright, crunchy black and blue fruits, it has a firm line of ripe, fine-grained tannins and loads of freshness, finishing very long and layered. Impressive! Being aged in oak barriques, 50% new, the blend is 97% Merlot and 3% Cabernet Franc.“


Das berühmte Handelshaus und Erzeuger JEAN PIERRE MOUEIX (JPM) bringt seine erste Offerte:

JPM | Der grandiose PINDEFLEURS (extraprima 93-94 | Parker 89-91 | Suckling 91-92) @ 18,50 € hat uns begeistert! Sie können sich auf unsere Einschätzung verlassen, auch wenn dem kein namhafter Verkoster Folge leistete. hier online bestellen
Der erfolgreiche Pindefleurs besteht aus 90% Merlot und 10% Cabernet Franc. Natürliche, dunkle Farbe. Tiefe, dunkelbeerige Aromatik in der Nase, mit viel Stoff und veloursartiger Fülle, sehr ansprechend. Dicht, stimmig und engmaschig im Mund, ganz klar strukturiert und mit rassigen Gerbstoffen ausgestattet. Reichhaltig, konzentriert, mit Fleisch und großartigem Spiel, druckvoll, lang, alles locker und tiefgründig frisch arrangiert. Eigentlich ist Pindefleurs spätestens seit 2011 deutlich im Aufwind. Der 2018er ist absolut grandios.

JPM | Einer unserer absoluten Lieblinge in Saint-Emilion wird von Jahr zu Jahr besser und bleibt dabei ein durch und durch klassischer Wein: LA SERRE (extraprima 94-95 | Parker 89-91 | Suckling 90-91 | WeinWisser 18/20) @ 48,20 €. Natürlich hat sich mit der steigenden Qualität auch der Preis nach oben angepasst, aber das geht absolut in Ordnung. Der LA SERRE ist immer noch ein sehr preiswerter Saint-Emilion mit feiner Kalkstein-Charakteristik. In 2018 ist einer der besten La Serre aller Zeiten gelungen. hier online bestellen
Der La Serre geht mit der klassischen Mischung von 80/20 Merlot zu Cabernet Franc ans Werk. In den vergangenen Jahren konnte La Serre sein überragendes Terroir mehr und mehr zum Ausdruck bringen, 2018 steht daher in einer Linie mit den sehr guten Jahrgängen zuvor. Tief und duftig im Geruch, ganz frisch und klar, mit toller, rassig feiner Frucht und finessenreicher Tiefe vom Kalksteinboden. Fein und nachhaltig im Mund, mit grandioser Tiefe und salziger Struktur, würzig und lang, ganz feingeschliffen und linear, mit hervorragender Transparenz und ausgezeichneter Fülle. Ewig lang mit feinkörnigen Gerbstoffen und delikat nachsüßender Frucht im Abgang. Ein hervorragender Saint-Emilion der mittleren Preisklasse, der sehr viel Charakter und Langlebigkeit fürs Geld bietet, Trinkfreude inbegriffen.

JPM | Aus Pomerol gehört der BOURGNEUF (extraprima 94-95 | Parker 92-94 | Suckling 93-94 | WeinWisser 18/20) @ 45,90 € ebenfalls zu unseren absoluten Lieblingen. Denn dieser Pomerol ist total klassisch und ohne ChiChi. Auch hier sind in den vergangenen Jahren die Qualitäten stetig gestiegen. Der 2018er dürfte der bislang beste Jahrgang von Bourgneuf sein. hier online bestellen
Bourgneuf ist der direkte Nachbar von Trotanoy, die Qualitäten wurden in den vergangen Jahren deutlich gesteigert und das Profil geschärft. 90% Merlot und 10% Cabernet Franc werden auf 9 Hektar kultiviert, der Ausbau erfolgt in 35% neuen Fässern. Der Bourgneuf 2018 besteht aus 80/20 Merlot und Cabernet Franc. In den vergangenen Jahren konnte Frédérique Vayron die Qualität auf Bourgneuf deutlich steigern, der 2018er ist ein weiterer großer Erfolg für einen der attraktivsten unter den bezahlbaren Pomerols der mittleren Preislage! Präzise, frisch und glasklar zeigt sich der Bourgneuf mit einer sehr polierten, satten und saftigen Frucht, dunkelbeerig, mit fleischiger Struktur, ganz dicht am Gaumen, lang und vielschichtig. Durch die kühle Ausstrahlung besitzt er dabei auch noch mehr Komplexität und Tiefe als in manchen warmen Jahren. Ein waschechter Pomerol mit schöner Fülle, und ausgezeichneter Balance.

JPM | Latour a Pomerol (extraprima 95-96 | Parker 93-95 | Suckling 94-95 | WeinWisser 18/20) @ 75,00 € ist ebenfalls einer der besten Pomerols zu einem immer noch vernünftigen Preis. Alle anderen Pomerols, die wir mit 95-96 bewertet haben, sind weitaus teurer! Nicht online bestellbar.
Der Latour a Pomerol 2018 ist ein reinsortiger Merlot. Dunkle, massive Farbe. Süß und reserviert im Duft, ganz frisch, erahnt man seine reichhaltige Intensität durch die likörig präsente Frucht im Fond. Ewig lang und feinsinnig, besitzt er eine große Fruchtausbeute und fleischige Fülle im Mund. Sehr lang, mit salziger Präsenz und großem Zug, bleibt er tief und komplex im Nachhall zurück. Ein großartiger Latour a Pomerol und unter den reinsortigen Merlots des Jahrgangs einer der Ausdrucksstärksten!

JPM | HOSANNA (extraprima 95-96 | Parker 95-97 | Suckling 95-96 | WeinWisser 18.5+/20) @ 129,00 € ist einer der gesuchten Top-Pomerols. Durch seine exotische Fülle macht er wie immer sehr auf sich aufmerksam. Limitiert - nicht online bestellbar.
Der Hosanna besteht aus etwa 70% Merlot und 30% Cabernet Franc. Dunkelbeerig, fleischig und tiefgründig präsentiert sich der etwas mehr extrovertierte Hosanna im Duft mit Kaffee, Schokolade und einem likörigen Aromenspiel im Obertonbereich. Energiereich, stark verdichtet, mit großer Tiefe, sowie viel Zug und Kraft im Mund, zeigt er seine druckvolle, straffe Struktur mit generöser Fülle, satten, runden Gerbstoffen und großem Geschmeide im Nachhall.

24. April 2019

DENIS DURANTOU (l’Eglise-Clinet) und die Familie VAUTHIER (Ausone) kamen mit den ersten Angeboten auf den Markt.


DENIS DURANTOU’s wunderbar unkomplizierter Saint-Emilion SAINTAYME (extraprima 91-92 | Parker 89-91 | Suckling 92-93) @ 15,60 € ist ein sehr lohnenswerter Merlot…hier online bestellen
Der Saintayme ist ein reinsortiger Merlot von Denis Durantou (l’Eglise-Clinet in Pomerol), der vom 29. September bis 9. Oktober gelesen wurde und in 30% neuen Fässern bei 14,5% Alkohol ausgebaut wird. Dicht und rund, mit schöner Frucht und guter Tiefe, sowie viel Saft und Klasse. Ewig weit für einen kleinen Saint-Emilion, mit viel Kraft und guter Energie und Länge kann der Saintayme überzeugen, wenn auch nicht brillieren.

LA CHENADE (extraprima 90-91 | Parker 90-92 | Suckling 92-93) @ 17,- € und LES CRUZELLES (extraprima 93-94 Parker 91-93 | Suckling 91-92) @ 24,- € hatten uns nicht ganz so überzeugt wie der MONTLANDRIE (extraprima 93-94 | Parker 92-94 | Suckling 92-93) @ 19,90 € hier online bestellen
Der Montlandrie von Denis Durantou (l’Eglise-Clinet in Pomerol) besteht aus 75% Merlot und 20% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon, ausgebaut in 40% neuen Fässern mit 14,5% Alkohol. Geerntet wurde er vom 1. bis 8. Oktober. Massiv, dunkel im Fruchtansatz und intensiv, mit viel Druck und enormer Konzentration. Würzige Gerbstoffe, lang, salzig und dunkelbeerig, ist er wie so oft knapp besser als der Les Cruzelles, in diesem Jahr allerdings nur hauchzart und ohne Punktdifferenz.


Familie VAUTHIER überzeugt mit dem großartigen und nach wie vor sehr preiswerten MOULIN SAINT GEORGES (extraprima 93-94 | Parker 92-94 | Suckling 92-93) @ 33,50 € hier online bestellen
Der Moulin-Saint-Georges hat sich seit einigen Jahren als einer meiner absoluten Lieblingsweine etabliert. Einerseits, weil er so unglaublich locker und natürlich wirkt. Andererseits, weil er mit größtem Know-How von der Familie Vauthier (Château Ausone) erzeugt wird. Die 7 Hektar verfügen über kalkigen Lehmboden, das durchschnittliche Alter der Reben beträgt 31 Jahre. Geerntet wurde vom 28. September bis 9. Oktober. Der Moulin-Saint-Georges 2018 besteht aus der klassischen 80/20-Mischung von Merlot und Cabernet Franc, ausgebaut in 80% neuen Fässern, von denen man geschmacklich allerdings nichts mitbekommt. Dunkle Farbe. Süß und offen duftet der Moulin-Saint-Georges, mit viel Fleisch und toller, satter, dunkler Frucht mit schokoladigen Reflexen und hoher Konzentration, mit Saft und Fülle im Hintergrund. Enorm schmelzige Fülle auch im Mund, dicht, satt und saftig, mit drahtig-frischer Säure, tiefgründig und lang, weit gefasste Gerbstoffe mit cremiger Textur, ganz frisch und süßlich im Nachhall. Ein großer Moulin-Saint-Georges, der einfach unglaublich viel Spaß macht. Genießen Sie jetzt den 2011er!

... der neue Cru LA CLOTTE wird auch von Jahrgang zu Jahrgang besser: LA CLOTTE (extraprima 94-95 | Parker 93-95+ | Suckling 93-94) @ 64,50 € hier online bestellen
Der La Clotte ist ein Schwestergut von Ausone und stufte sich in der hauseigenen Hierarchie der Familie Vauthier direkt über dem Moulin-Saint-Georges ein. Das Terroir liegt unterhalb von La Serre am Kalksteinplateau, gegenüber von Pavie-Macquin. Der 2018er besteht aus 85% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon und 5% Cabernet Franc, ausgebaut wird er in 80% neuen Fässern. Die Stockdichte liegt bei 6.000 Reben je Hektar, mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren auf einer Fläche von 4 Hektar. Geerntet wurde vom 27. September bis 9. Oktober. Dunkle Farbe. Exotische Nase mit tropisch süßer Fruchtfülle und massiver Kraft. Dicht und massiv auch im Mund mit feinster Kalkstein-Aromatik, festfleischig, finessenreich, lang arrangiert, mit kristalliner Säure und großartiger Rasse. Tief und lang am Gaumen, mit schmelziger Frucht und trinkiger Saftigkeit im Abgang. Ein extrem hochwertiger Spaßwein.

17. April 2019

Mit CARLMAGNUS (extraprima 92-93 | Parker 92-94 | Suckling 89-90) bei 12,80 € kommt einer der besten günstigsten Bordeaux‘ heraus. Erfreulicherweise pflichtete uns Lisa Perotti-Brown bei Parker’s Wine Advocate mit 92-94 Punkten bei. Diese Qualität zu dem Preis ist eine meldepflichtiger ‘no brainer‘!....hier online bestellen
Arnaud Roux-Oulié kaufte in 1998 die 15 Hektar für den Carlmagnuns und versucht seither einen besonders guten Wein von den kalkhaltigen Lehmböden zu vinifizieren. Beim 2018er ist ihm das besonders gelungen. Er besteht aus 90% Merlot und 10% Cabernet Franc und wurde in 50% neuen Fässern ausgebaut. Der Carlmagnus präsentiert sich extrem dicht und intensiv, mit stoffiger Textur und viel Kraft, stark verdichtet, sehr kompakt und konzentriert, mit schöner, rassiger Struktur, tief, dicht und lang, mit satten Gerbstoffen und rotbeerig likörigem Schmelz.

16. April 2019

Am Dienstag Morgen die erste Bombe der Primeur-Kampagne: ANGELUS (extraprima 98-99 | Parker 97-100 | Suckling 99-100 | WeinWisser 19.5/20) kommt zum gleichen Preis wie der 2015er heraus und liegt mit 349,90 € deutlich günstiger als damals der 2016er und 2017er (383,50 € in Subskription). Der 2018er ANGELUS ist hervorragend und hier online zu bestellen.
Unserer Meinung nach war der 2016er einen Hauch besser, dieser Jahrgang ist demnächst lieferbar: 439,- € für 2016 Angélus
Auf Angélus geht man in das erste Jahr der Konversion zum biozertifizierten Anbau. Der Ertrag sei mit 30 hl je Hektar auch deshalb etwas niedriger ausgefallen, vor allem aber, weil die Beeren sehr klein waren und entsprechend wenig Saft besaßen, Mehltau gab es keinen. Der 2018er Angélus besteht aus 65% Merlot und 35% Cabernet Franc mit 14% Alkohol. Aus den 27 Hektar 1er Grand Cru-Lage mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren werden etwa 90.000 Flaschen produziert. Sie nachfolgende Generation, Stéphanie de Boüard-Rivoal und Thierry Grenié de Boüard, verfolgt das Ziel dem Angélus mehr Finesse, Eleganz und Transparenz zu verleihen. Der 2018er reift nun neben 90% neuer Barriques in 10% neuen Holz-Fudern mit 30 Hl Fassungsvermögen. Dunkle Farbe. Explosive Nase mit großartiger Frische, feine kirschige Nuancen, etwas Minze, unglaublich tiefgründig und verführerisch. Sehr vielschichtig, elegant, ganz tiefgründig und fein beginnt der Angélus im Mund, mit groß angelegter Struktur, ewig lang und feinsinnig, mit extrem feinkörnigen Gerbstoffen, nobel und weit am Gaumen verteilt. Dunkelbeerige Frucht, sehr fleischig und voll, mit Graphitnoten und enormer Länge. Sehr fein im Mund, ganz ausgewogen, trotz sehr guter Länge ist er nicht ewig persistent im Nachhall.

15. April 2019

Coralie de Boüard brachte ihren CLOS DE BOÜARD (extraprima 92-93 | Parker 87-89 | Suckling 93-94) bei 23,80 € heraus. Der hervorragende Premieren-Jahrgang 2016 Clos de Boüard ist bereits verfügbar…hier den 2016er online bestellen
Der Clos de Boüard besteht aus 85% Merlot, 11% Cabernet Franc und 4% Cabernet Sauvignon, ausgebaut in 60% neuen Fässern mit 14,8% Alkohol. Dunkle, viskose Farbe. Offene Nase mit klarem, tiefem Fruchtansatz, saftig und süß. Duftig und rund, mit schöner, schmelziger Frucht, energiereicher Struktur, viel Saft und Rasse, gutem Durchzug und viel rotbeerig-tiefem Kernaroma mit sehr guter Vielschichtigkeit. Damit bleibt der Clos de Boüard seiner Linie seit dem Erstlingswerk 2016 treu.

Ebenso kam der LA FLEUR DE BOÜARD (extraprima 92-93 Parker 89-91 | Suckling 92-93) für etwa 28,- € auf den Markt und der LE PLUS DE LA FLEUR DE BOÜARD (extraprima 94-95 | Parker 91-93) liegt bei rund 100,- €

11. April 2019

Die Kampagne begann bereits sehr früh, direkt nach den Primeur-Verkostungen. Als erster namhafter Erzeuger kamen die VIGNOBLES K mit ihren Gütern auf den Markt. Neben dem hervorragenden TOUR SAINT CHRISTOPHE (extraprima 93-94 | Parker 92-94+ | Suckling 96-97) mit 29,90 € wurde auch die höchst gelungene Neuerwerbung BELLEFONT-BELCIER (extraprima 94-95 | Parker 91-93 | Suckling 95-96) mit 49,90 € offeriert und für Pomerol-Liebhaber der rare ENCLOS TOURMALINE (extraprima 95-96 | Parker 93-95 | Suckling 96-97) bei etwa 130,- €.

 

TOUR SAINT CHRISTOPHE (extraprima 93-94 | Parker 92-94+ | Suckling 96-97) @ 29,90 € hier online bestellen


Der Tour Saint Christophe hatte als 2015er auf sich aufmerksam gemacht, seither etabliert sich dieser Saint-Emilion auf gleichbleibend hohem Niveau. Das Weingut mit 20 Hektar hervorragendem Terroir liegt bei Saint-Christophe-des-Bardes auf dem Kalksteinplateau und schaut auf die gegenüberliegenden Croizille und Troplong Mondot im Secteur Mondotte. Der 2018er Tour Saint Christophe besteht aus 80/20 Merlot zu Cabernet Sauvignon, er hat 14,7% Alkohol und wird in 40% neuen Fässern ausgebaut. Dunkle Farbe. Tiefgründig, süß und festfleischig in der Nase. Mit viel Kraft und ganz feinsinnig-tiefer Säurespannung im Mund, dicht gewoben, mit viel Stoff, ewig lang und vielschichtig, ganz massiv und weit am Gaumen.

 

BELLEFONT-BELCIER (extraprima 94-95 | Parker 91-93 | Suckling 95-96) @ 49,90 € hier online bestellen


Bellefont-Belcier ist ein bislang weit unterschätztes, sehr schön gelegenes Gut an der Côte Pavie, unterhalb von Tertre-Rôteboeuf. Die Sonneneinstrahlung ist hier sehr gut, vom Wald kommt etwas Kühle. Der 2018er Bellefont-Belcier besteht aus 65% Merlot, 30% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon, ausgebaut mit 14,3% Alkohol in 30% neuen Fässern, 60% gebrauchten und 10% in einem hölzernen Ei. Dunkle Farbe. Dicht in der Nase, ganz fein und tief, massiv konzentriert und vielschichtig, enorm weit gefasst und klassisch orientiert. Groß und weit gespannt im Mund, enorm strukturiert, cremig und festfleischig, tiefgründig und mit grandios feinen Gerbstoffen, die weit verteilt und energiereich am Gaumen präsent sind. Ganz reif und dicht, ewig weit gefächert, lang und mit großartigem Säurespiel weiß der Bellefont-Belcier zu überzeugen.