extraprima
Champagner- und Weinimport
Thomas Boxberger-von Schaabner
Friedrichsplatz 16
68165 Mannheim
Telefon (06 21) 2 86 52
Telefax (06 21) 2 49 57
info@extraprima.com
Öffnungszeiten
| Mo. | geschlossen |
| Di. – Do. | 10:00 – 18:30 Uhr |
| Fr. | 10:00 – 20:00 Uhr |
| Sa. | 10:00 – 16:00 Uhr |
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Profil
Im Jahr 1989 eröffnete das Weingeschäft extraprima in Mannheim in R7,
39. Was ursprünglich als kleiner Weinhandel begann, wurde im Lauf der
Jahre ein wachsendes Importunternehmen, das über den Einzelhandel, als
auch Groß- und Versandhandel, hochwertige Weinqualitäten vertreibt. Die
gehobene Gastronomie beliefern wir bundesweit. Zu unseren Kunden zählen
auch viele 1-, 2- und 3-Sterne-Restaurants. Seit dem 17. Oktober 2003
befindet sich unser Geschäft am Friedrichsplatz 16 in neuen, größeren
Räumen.
Im April 1992 kaufte der ausgebildete Koch Thomas Boxberger-von Schaabner
die Firma Extraprima, nachdem er ein Jahr zuvor die Geschäftsführung
übernahm. Seitdem wurde das Importsortiment weiter verbessert und
umfasst heute etwa 300 Weine aus Frankreich, Italien, Spanien und
Österreich. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem
interessanten Verhältnis von Preis und Qualität in unterschiedlichen
Preissegmenten; denn: Ein schlechter Wein ist immer zu teuer. Thomas Boxberger-von Schaabner
versucht dem Mainstream auszuweichen, indem er nach authentischen
Weincharakteren anspruchsvoller Herstellung suchen. Für diesen
langwierigen Auswahlprozess werden jährlich etwa 5.000 bis 6.000
Weine verkostet und zwischen 30.000 und 40.000 Reisekilometer zurückgelegt. Die
Kommunikation mit den Winzern erfolgt weitgehend in deren Landessprache
(Englisch, Französisch, Italienisch), wodurch ein intensiverer
Informationsaustausch möglich ist.
Die meist langfristige Zusammenarbeit zwischen extraprima und den Winzern
führte zu einem besonderen Vertrauensverhältnis, wodurch Extraprima für
einige international renommierte Weingüter deren Weine regional oder
bundesweit exklusiv vertreibt (siehe Siro Pacenti). Ab dem Jahr 2005
wurde extraprima direkt von berühmten Erzeugern wie Château Petrus über das Handelshaus Moueix oder Henri Bonneau (Châteauneuf-du-Pape) beliefert. Die gesuchten Weine von Claude Dugat, haben wir bereits seit dem Jahrgang 1992 im Sortiment.
Ab dem Jahr 2004 übernahm Extraprima für den toskanischen Spitzen-Betrieb SIRO PACENTI
aus Montalcino das größte Importvolumen für Deutschland. Von den
Jahrgängen 2002er Rosso und 1999er Brunello di Montalcino wurden beispielsweise insgesamt 9.000 Flaschen vertrieben.
Die wichtigsten Weinbauregionen des Sortiments sind derzeit unter
anderem Bordeaux (in Subskription), Rhône, Languedoc-Roussillon, Toskana
(Siro Pacenti) und Champagne. Das Sortiment wird seit April 2005 mit
deutschen Weinen erweitert.
Viel Spaß mit unserer Auswahl, denn: Unsere Weine sind absichtlich gut.
Zum Thema: Verkosten
»sens sana in corpore sano« Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper – das ist bekannt. Mit sens sind in diesem Fall die Sinne gemeint. Die werten Lateiner mögen mir verzeihen für die Abwandlung dieser Weisheit. Da ich kein Latein genossen habe, weiß ich nicht genau, ob es nur falsch oder gar sehr falsch ist. Zum Glück benötigt man ja kein Latein um Weine gut und zuverlässig zu beurteilen! Aber was braucht es eigentlich dazu?
In jedem Fall Disziplin! Man stelle sich einen übergewichtigen, schwitzenden älteren Herren vor, dessen frisch operierte Knie unter seiner Körperlast weiter leiden, weil er einfach nicht aufhören kann lustvoll zu speisen. Das üppige Abendessen liegt am Morgen danach noch schwer im Magen, das nach links gekämmte Haupthaar versucht die Halbglatze zu verstecken. Mühsam schleppt sich der 130-Kilo-Mann durch den Verkostungsmarathon in Bordeaux. In seiner amerikanischen Heimat verkostet er zwischen 100 und 200 Weine am Tag und seine tanningegerbte Zunge suggeriert ihm auch in diesen hektischen Tagen messerscharf über jeden sich entgegenstellenden Wein zu urteilen.
Ein anderer Journalist aus Frankreich begegnet einem bereits nach dem Mittagsmahl im Zustand erhöhter Lebensfreude. Er wurde von einem Négociant eingeladen und gebeten einen verführerischen, reifen Premier Cru zu kosten. Danach sieht auch der traurigste Jahrgang deutlich freundlicher aus, glauben Sie nicht? Man muss die Journalisten ja bei Laune halten.
Dann treffen wir noch den schnellen Importeuerskollegen. Er verkostet in rasantem Tempo. 20 Weine in 10 Minuten – Wow! Den Vorabend hatte er bis in die Nacht bei seinem Freund auf einem Château zugebracht. Reichlich Weine gab es, gut wurde gecatert und die Zigarren waren hervorragend, sagt er. Sein Haar ist noch zerzaust. Und wie ist es mit dem Geschmack an diesem Morgen? Eingekauft wird nach Parker und über Geschmack läßt sich streiten? Vielleicht.
Aber sicher nicht darüber wie man einen guten Geschmack trainiert und welche Disziplin es erfordert über 12 Tage täglich von 8:00 bis 18:00 konstant zu verkosten. Denn nicht nur der gesunde Mensch lebt in einem gesunden Körper, sondern auch die gesunde Sinneswahrnehmung. Daher lehne ich es nunmehr seit Jahren ab, abendliche Gelage während meines Verkostungsmarathons in Bordeaux und Verona zu besuchen. Nur den »Ban de Millesime« in Bordeaux besuche ich gerne. Auch dieses Jahr saß ich am Tisch von Mouton-Rotschild neben dem technischen Direktor Phillippe Dhalluin.
Ansonsten sieht mein Tagesablauf so aus: 6 um 6 – das heißt 6 Kilometer Joggen morgens um 6:00 Uhr. Danach schnell Duschen, Frühstück ohne Kaffee, weil das die Zunge einige Zeit lang beeinträchtigt. Die Abfahrt zu den ersten Verkostungsterminen ist zwischen 7:15 und 7:30. Um 8:00 geht dann meist die Verkostung los. Zeit muss man sich nehmen, bis man am Morgen die Sinne kalibriert hat. Dann wendet man sich jedem Wein konzentriert zu.
Bei größeren Verkostungen sind es schon mal 30 - 50 Weine und mehr am Stück. Auf den Châteaux ist die Anzahl der zu verkostenden Weine natürlich deutlich geringer. Zum Mittagessen gibt es nicht sehr viel und dazu nur Wasser. Wenn es nötig ist nimmt man von Zeit zu Zeit eine kleine Pause an der frischen Luft. Der ganze Tag läuft in drei Sprachen ab: Englisch, Französisch und Deutsch – in Verona natürlich auch Italienisch. Erst am Abend dann darf man moderat schlucken statt zu spucken. Während des Abendessens werden nochmal die Verkostungsnotizen inspiziert und ausgewertet. Danach geht es möglichst früh in Bett, damit man am nächsten Morgen wieder frisch starten kann und wie ein gesunder Mensch fühlt.
»Mens sana in corpore sano.«
Thomas Boxberger-von Schaabner
In jedem Fall Disziplin! Man stelle sich einen übergewichtigen, schwitzenden älteren Herren vor, dessen frisch operierte Knie unter seiner Körperlast weiter leiden, weil er einfach nicht aufhören kann lustvoll zu speisen. Das üppige Abendessen liegt am Morgen danach noch schwer im Magen, das nach links gekämmte Haupthaar versucht die Halbglatze zu verstecken. Mühsam schleppt sich der 130-Kilo-Mann durch den Verkostungsmarathon in Bordeaux. In seiner amerikanischen Heimat verkostet er zwischen 100 und 200 Weine am Tag und seine tanningegerbte Zunge suggeriert ihm auch in diesen hektischen Tagen messerscharf über jeden sich entgegenstellenden Wein zu urteilen.