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Top-Brunello im DECANTER

In der August-Ausgabe des DECANTER ist unser Neuzugang 2003 Brunello di Montalcino Conti Costanti als Top-Brunello des Jahrgangs mit 5 Sternen ausgezeichnet worden. Die wie immer knappe Beschreibung lautet: \"A juicy wine, fresh and yet structured, with good fruit, accessible tannins and lively acidity.\" Bei unseren Verkostungen des ansonsten eher schwierigen Jahrgangs 2003 landete Costanti auch unter den top 3 und ist unter den Besten wiederum der bei weitem günstigste Brunello! Ihm kam vor allem zugute, dass die Weinberge im Norden des Anbaugebietes, direkt vor den Stadtmauern Montalcinos durch ihre Höhenlage eher kühler sind als die im tiefer gelegenen Süden. Die Vinifikation ist mit 30 Tagen Maischestandzeit traditionell, der Ausbau erfolgt je 18 Monate im großen Holzfass und 350-500-Liter-Tonneaux. Nach einer Belüftung von 1-2 Stunden öffnet sich das feine, dichte Nasenbild mit anmutiger Sangiovese-Üppigkeit und schwelgerisch-klassischer Brunello-Typizität. Im Mund entwickelt dieser kraftvolle Wein viel Saft mit feiner Tanninwürze und sehr ausgewogener, geschliffener Struktur. Süß, fein und lang hebt er sich deutlich über das Durchschnittsniveau des Hitzejahrgangs 2003 ab.

Weingut DR. SIEMENS in der FAZ Sonntagszeitung

Mit grosser Freude haben wir in der Sonntagszeitung der Frankfurter Allgemeinen vom 6. Juli 2008 einen Artikel von Stuart Pigott über die Weine von Dr. Jochen Siemens aus Serrig an der Saar gelesen. Dr. Jochen Siemens ist weder unbekannt in der Weinbranche noch im Journalismus. Nachdem er als Chefredakteur der Frankfurter Rundschau ein neues Wirkungsfeld suchte, nahm er den selben Platz bei der Zeitschrift ‚Alles über Wein’ ein. Doch verlagsinterne Umstrukturierungen ließen ihm keine Zeit sich dieser Aufgabe allzulange zu widmen. Er kaufte kurzerhand den VDP-Betrieb von Bert Simon mit zwei besonders furchtgebietenden unter den steilsten Lagen an der Saar. Jochen Siemens arbeitet mit seiner Frau Karen mit großer Hingabe und Opferbereitschaft an dem 2006 ins Leben gerufene Projekt des eigenen Weingutes. Der Großteil ist natürlich mit Riesling bestockt. Mit dem Erstlingsjahrgang machte er gemeinsam mit dem damaligen Betriebsleiter Stephan Attmann (heute Direktor bei Dr. Deinhard in Deidesheim) zwei sehr erstaunliche Pinots: Einen Weissburgunder und einen Spätburgunder.

2006 Pinot Blanc - Dr. Siemens / Saar € 6,90 je 75-cl-Fl.
2006 Pinot Noir 2006 - Dr. Siemens / Saar € 17,50 je 75-cl-Fl.

30. Juli 2004 Otto Bestué in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG

Paula Bosch empfiehlt einen Wein zu gegrilltem Schweinekotlett

Paula Bosch, Sommelière des Restaurant Tantris in München, stellte im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 30. Juli 2004 unseren neuen spanischen Rotwein aus Somontano, Bestué de Otto Bestué Finca Rableros vor. Als Empfehlung zu einem gegrillten Schweinekotlett von Eckart Witzigmann setzt sich der Tempranillo-Cabernet aus dem Jahrgang 2002 hervorragend in Szene. Er ist ausgesprochen harmonisch, samtig und zeigt viel Persönlichkeit. Seine rotbeerige, feine Frucht verträgt sich besonders gut mit Grillwetter, denn er schmeckt auch leicht gekühlt.

2006 Somontano Finca Rableros Otto Bestué € 8,20

Extraprima im Stern

Stern-Magazin Nr. 48 vom 18.11.2004, Seite 202

Im Stern-Weintipp stellt Martin Koessler unseren MAS DES BRESSADES rouge Tradition 2003 als mustergültig preistwerten Rotwein vor! \"Unbeschwerter, aber anspruchsvoller Weingenuß für jeden Tag, wie er dennoch nicht alltäglich ist.\"

nach wie vorsensationell gut und günstig:
2006er Mas des Bressades rouge Tradition € 6,50


Testsieger: 1999 Brunello SIRO PACENTI

im ALLES ÜBER WEIN

Im 1999er Brunello-Test in der Zeitschrift \'Alles über Wein\' siegte unser Brunello von Siro Pacenti punktgleich mit dem Sugarille von Angelo Gaja, beide 94/100 Punkten. Der 2001er Brunello war wieder ein großartiges Meisterstück, das noch Jahre benötigt, bis er sein Trinkstadium erreicht. Für diesen Jahrgang wurde Giancarlo mit Höchstbewertungen geradezu überschüttet. Sein Stolz, Ehrgeiz und Qualitätsstreben verbat es ihm aus dem kleinen Jahrgang 2002 einen Brunello zu produzieren. Er füllte alles als Rosso ab, was diesem sensationellen Wein natürlich sehr zu Gute kam. Nun kommt mit dem 2003er Brunello di Montalcino ein weiterer, monumentaler Meilenstein auf den Markt. Er wirkt noch jugendlicher und verschlossener als der 2001er damals – fast wirkt er zur Zeit harmlos. Aber hinter dieser noch unscheinbaren Fassade versteckt sich einer der druckvollsten Brunello von Siro Pacenti. Ein großartiger, äußerst fein austarierter Sangiovese der noch nicht seine ganze Kraft entwickelt. Aufmerksamen Verkostern zeigt er jedoch auf der Zungenmitte sein großes Potenzial. Im Abgang ahnt man die kommende Konzentration.

aktuell im Verkauf:
2006 Rosso di Montalcino Siro Pacenti € 22,50
2003 Brunello di Montalcino Siro Pacenti € 59,90

www.extraprima.com

RHEIN NECKAR ZEITUNG vom 19. März 2002

Die besondere Gabe, Qualität zu entdecken

extraprima: Thomas Boxberger-von Schaabner hat in Mannheim einen Weinimport aufgebaut, der Maßstäbe setzt.

Von Thomas Veigel

Den ersten Kontakt zu Wein hatte Thomas Boxberger-von Schaabner als Zivildienstleistender im Kino. Da sah der 16-Jährige, wie ein Amerikaner in einem französischen Restaurant einen 1945er-Chateau Latour - heute noch eines der besten Weingüter im Bordeaux – bestellte und sich daran erfreute.
Das war zwar nur ein optisches Erlebnis, aber es beeindruckte den jungen Mann schwer.
Nach dem Film ging er in den Kaufhof und kaufte sich für die stolze Summe von 10 DM einen Saint Emillion. Das war schon etwas anderes als das, was er sonst aus dem Supermarkt kannte.
Das Interesse war geweckt Der nächste Weg führte ihn in den Weinladen von Gernot Mauder in Mannheim. Der hat sich drei Stunden Zeit genommen und den neuen Bacchus-Jünger mit Wein für 240 Mark entlassen.
„Danach wollte ich es wirklich wissen.“ Der erste Lafite kam ins Glas, ein Chateau Margeaux aus dem großen Jahrgang 1966 folgte. „ Ich ging an Grenzbereiche.“ Und das als 18-Jähriger. „Ich lernte Leute kennen, die gute Weine tranken, und habe dabei viel gelernt.“ Learning by doing ist bis heute seine Wein-Schule.
Nach dem Zivildienst musste die Frage nach dem Beruf beantwortet werden. Es gab zwei Möglichkeiten: Mathematik-Studium oder Kochlehre. Die Vernunft siegte – Thomas Boxberger lernte bei den Brüdern Heß im Goldenen Pflug zu Eiterbach das Kochhandwerk.
Dirkekt nach der Lehre hätte er eine führende Position in der Gastronomie übernehmen können, aber es zog ihn zum Wein. 1991 fing er im Weinladen des Architekten Andreas Schmucker an, als 25-Jähriger übernahm er ein Jahr später das Geschäft, und fing sofort an, direkt zu importieren.
Das sei zwar riskanter als der Weinhandel über Großhändler, weil man sich auch langfristiger festlegen und Strategien aufbauen müsse, aber der einzige Weg wirklich erfolgreich zu sein. Thomas Boxberger kauft bei rund 50 Winzern in Frankreich, Italien und Spanien, 200 Weine hat er im Sortiment, bis zu 50 000 Flaschen auf Lager. Er ist ständig unterwegs, auf Messen, regionalen Salons, und vor allem pflegt er den persönlichen Kontakt zu „seinen“ Winzern.
Das Sortiment wird ständig hinterfragt. „Ich will immer besser werden, keine Kompromisse mehr eingehen. Ein Wein muss top sein, sonst kommt er nicht auf die Liste. Ich kann nichts verkaufen, was ich selbst nicht gut finde. Das bin ich auch meinen Kunden schuldig.“ Beliefert werden 4000 Adressen in Deutschland, darunter die Ein-, Zwei- und Drei-Sterne-Gastronomie. Eine weitere Frage muss immer wieder mit Ja beantwortet werden: Stimmen die Preis-Leistungsverhältnisse noch? Als Benchmark nennt Boxberger die Weine von Cyril Marés, „dem Helden des Alltagsweins“, dessen Rot- und Weissweine vom Gut Mas des Bressades (Rhone) 10 Euro kosten und hoch bewertet wurden.
Preiswert kann sowohl ein Wein für 5 Euro als auch ein Wein für 50 Euro sein.Thomas Boxberger hat einige Klassensieger in seinem Sortiment. Nur ein Beispiel: Der Ceuso aus Cizilien kostet kostet 22 Euro und lässt viele hochpreisige Rotweine, auch einige Super(teure)- Toskaner aus Bolgheri, weit hinter sich.
Gleich auf der ersten Seite seiner Preisliste (ein Lesevergnügen) nimmt er Stellung zur „Stilfrage“. Die Nachfrage nach körperreichen, überzogenen fruchtbetonten Weinen nehme derzeit deutlich ab. Die Kunden seien es leid, sich von solchen „Blendern“ verarschen zu lassen. Die Wiedergeburt des klassischen Weines sei heimlich eingeläutet worden. „Persönlichkeit und Charakter haben wieder Vorrang vor schierer Konzentration und Wucht. Ohnehin ist es viel schwieriger, einem Wein Stil und Finesse zu verleihen, als ihn zu konzentrieren, welches ein rein technischer Aspekt ist.“

„Viele Winzer „entdeckt“

Die besondere Gabe, Qualität zu identifizieren, hat ihn schon einige Winzer „entdecken“ lassen. Ein Beispiel ist Giancarlo Pacenti, der „Überflieger“ aus Montalcino, mit dem er schon seit fast 10 Jahren zusammenarbeitet.
„In Montalcino habe ich drei Jahre lang alles verkostet, und schon beim ersten Mal wusste ich: Der Rosso von Pacenti ist die Nummer 1.“ Der schlage, so Boxberger, 80 bis 90 Prozent aller Brunellos. Der 97er Brunello, den er dieser Tage zusammen mit dem eigens aus der Toskana angereisten Giancarlo Pacenti bei einem denkwürdigen Mittagsmahl in Doblers Restaurant „L’Epi d’Or“ präsentierte, werde als einer der ganz großen Weine in die Geschichtsbücher Montalcinos eingehen. Für Thomas Boxberger ist es der zurzeit beste italienische Wein. „Eine Steigerung ist schwer Vorstellbar. So wie Angelo Gaja Maßstäbe für den Nebbiolo setzte, so setzt Pacenti Maßstäbe für den Sangiovese.\" Seinem Weg der kompromisslosen Qualität würden nur wenige Winzer folgen können.
Der Weg zum Spitzenwein ist weit. Ein weiteres Beispiel: Boxberger möchte einen Gigondas ins Sortiment aufnehmen. Er ruft 25 Winzer an, macht Termine aus und fährt an die Rhone. Probiert und probiert und landet im Chateau de Saint Cosme einen Volltreffer. In der ältesten Domaine vor Ort produziert Louis Barruol in der 14. Generation (seit 1490) Weine. Der Gigondas wird aus Reben mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren bereitet.
Und da kommt eine weitere Gabe Boxbergers zum Tragen. Er kann Weine so beschreiben, dass man sie fast schmecken kann: „Grandios komponierter Gigondas aus Grenache, Syrah und Sinsault. Weit gespanntes Nasenbild, mit großer Würze und rassiger Fruchtsüße durchwebt. Männlich, kraftvoll.“
Spannend wie ein Krimi lesen sich seine Verkostungsnotizen, die ganze Aktenordner füllen.
Ein Leckerbissen sind die Notizen der Bordeaux-Jungweine. Aktuell ist noch die Subskriptionskampagne des 2000ers.Von diesem „klassischen“ Jahrgang schreibt Chef-Guru Robert Parker, dass er der beste überhaupt sei.
Thomas Boxberger hat die Gelegenheit, die Weine im Frühjahr nach der Ernte zu verkosten, wenn sie gerade ein paar Monate im Fass liegen. Über 50 Gewächse hat er im vergangenen Jahr beschrieben. Thomas Boxberger hat das Glück, geschmackssicher zu sein. Wenn er einen Wein verkostet hat, weiß er, ob er gut ist. Da lässt er sich auch von anderen Meinungen nicht beirren.
Ein Beispiel: Chateau Lafite-Rothschild – Pauillac 1er Cru, 93,3 Prozent Cabernet-Sauvignon, 6,7 Prozent Merlot (97 – 100 Punkte): „Große Farbe! Ganz dichte, dickbeerige Frucht mit Frische und Reife. Süß. Schokolade. Mandel. Tolle griffige Frucht, große Anlagen. Sehr komplett. Weit ausholender Lafite. Füllt den ganzen Mund. Ewig tief und lang. Allumfassendes Tanin. Ein ganz großer Wein mit süßem Finale im Stil eines 59ers!
Wenige Profis wagen in diesem Stadium ein so detailliertes Urteil. Auch Robert Parker hat es versucht. Er hat den Lafite ungefähr zur gleichen Zeit verkostet wie Thomas Boxberger, gab ihm aber nur 94 bis 96 Punkte. Gerade hat Parker die Bewertung seiner Zweitverkostung vom Januar dieses Jahres veröffentlicht. Und da bewertet er den Wein wie Boxberger mit 96 – 100 Punkten als besten 1er Cru des Medoc. Ähnlich erging es mit anderen Weinen. Anfang April fährt Thomas Boxberger nach Frankreich zur ersten Verkostung des Bordeaux 2001.